
10 of June, 2019
June 10, 2019 | 7 min. Lesedauer
9 unverzichtbare Tipps zum Automieten auf Island, die du kennen solltest
Overview
Ein Auto auf Island zu mieten ist die beste Möglichkeit, die Schönheiten dieses wunderschönen Landes zu entdecken. Lies weiter und erfahre Lotus's neun wichtigsten Tipps zum Mietwagen auf Island, die du kennen solltest!
Wenn du planst, auf Island wie ein Profi zu reisen, ist der beste Weg, ein Auto zu mieten und selbst zu fahren. Es geht nicht nur darum, wie viel von der Landschaft du erkundest. Es gibt etwas Wildes und Freies an Island – einen unbezähmbaren Geist, der wahrscheinlich auf seine Wikingerwurzeln zurückgeht. Und nichts vermittelt dieses Gefühl von Freiheit so gut wie das Sitzen am Steuer. Stelle deshalb sicher, dass du neben deiner Camping- und Wanderausrüstung diese neun Tipps für die Automietung auf Island im Gepäck hast:
Tipp Nr. 1: Es ist absolut sicher, auf Island herumzufahren
Weil Islands Geografie voller geologischer Wunder ist, hat sie sich einen gewissen Ruf als wilde Gegend erworben. Doch trotz dieses Rufs ist Island bestens erschlossen. Und genau das macht seinen Reiz aus: pulsierende Stadträume und Innenstädte öffnen sich zu weiten Landstrichen, uralten Vulkanen, Gletschern und stillen Straßen. Also ja, es ist sehr sicher, auf Island Auto zu fahren. Die Straßen sind gut zugänglich und die Haltepunkte unglaublich malerisch, aber dein Mietwagen auf Island benötigt bestimmte Arten von Schutz – und es lohnt sich, mit den lokalen Fahrgewohnheiten vertraut zu sein. Außerdem solltest du wissen, dass Schäden an deinem Auto auf dem oft unberechenbaren Gelände hier schnell entstehen können.
Deine Sicherheit auf Islands Straßen hängt also davon ab, wie gut du die Beschilderung des Landes kennst und dich an das Gelände anpassen kannst (siehe unten). Es gibt sehr spezifische Schilder, die für Islands besonderes Gelände und geografischen Kontext entwickelt wurden.
Du kannst sie hier ansehen:
Mit diesen Verkehrszeichen umzugehen – wie Warnungen vor einem „Bergkuppe ohne Sicht" oder einem unüberbrückten Fluss – kann dir helfen, deine Reise auf Island sicher zu gestalten. Falls du aber doch auf ein Problem stoßen solltest, hat Island einige interessante Mietwagenversicherungen entwickelt. Diese Versicherungen decken mögliche Schäden ab, die du in deinem Heimatland vielleicht nicht berücksichtigen würdest. Hier ist das Wichtigste, das du wissen musst:
Tipp Nr. 2: Hol dir den Collision Damage Waiver
Autovermietungen auf Island bieten Schutz auf Basis eines sogenannten Kollisionsschadensverzichts oder „CDW". Es handelt sich dabei nicht ganz um eine „Versicherung" im herkömmlichen Sinne, aber sie schützt dich tatsächlich. Wenn du während deiner Reise bestimmte Arten von Schäden verursachst, wird dir die Autovermietung auf Island nichts berechnen – solange der Schaden einen vorher festgelegten Betrag nicht übersteigt. Um es Reisenden leichter zu machen, das richtige Paket zu wählen, fassen Autovermietungen auf Island ihre gängigsten Leistungen häufig zusammen und bieten sie zu einem entsprechenden Preis an. Die grundlegende CDW-Stufe kann zum Beispiel Folgendes umfassen:
- Versicherung für die Karosserie des Fahrzeugs
- Alle Kollisionsschäden
- Deckt Fahrer und Passagiere bei Verletzungen ab, einschließlich Notfallbehandlung, Krankenhausaufenthalten, medizinischen Untersuchungen und sonstigen Kosten
Wenn du auf Island unterwegs bist, bietet diese Kollisionsschadensversicherung einen Schritt mehr Schutz – sie deckt beispielsweise Grabungsschäden, Sand- oder Ascheschäden und sogar Schutz vor Eisbedingungen ab. Es ist auch ratsam, genau zu überprüfen, welche Teile deines Autos deine CDW schützt – nur um sicherzugehen. Beispielsweise decken manche Versicherungen nur oberflächliche Schäden wie Lack- und Glassschäden ab, während andere Teile wie ein Kühler oder Motor nicht versichert sind. Lass dich nicht überraschen oder unvorbereitet treffen, und vermeid unnötige Eigenkosten, um das Beste aus deinem Besuch herauszuholen!
Tipp Nr. 3: Kein internationaler Führerschein nötig
Wenn dich all diese Informationen dazu bringen, ein Auto zu buchen und deine Reiseroute zu planen, wirst du dich freuen zu erfahren, dass auf Island alle nationalen Führerscheine anerkannt werden, solange sie gültig sind. Wie in deinem Heimatland solltest du deinen Führerschein griffbereit haben, zusammen mit einem Versicherungsnachweis und in diesem Fall deinem Reisepass. Das ist alles, was du brauchst, um auf Island loszufahren.
Profi-Tipp: Du brauchst möglicherweise keinen internationalen Führerschein, aber es ist am besten, etwas Erfahrung im Fahren eines Autos mit Schaltgetriebe zu haben. Nur sehr wenige Autovermietungen auf Island haben Automatikfahrzeuge. Diese müssen in der Regel im Voraus gebucht werden und kosten etwas mehr.
Tipp Nr. 4: Ziehe unbedingt ein 4WD-Fahrzeug in Betracht
Wie bereits erwähnt, kann Islands Wetter etwas rau sein. Also, worauf es ankommt, wenn du auf Island fährst, hängt von zwei Faktoren ab:
- Die Wetterbedingungen
- Wo du fährst
Sprechen wir erst übers Wetter. Das Wetter auf Island kann sich im Handumdrehen ändern. Und wenn es das tut, kann es zu verwirrenden Bedingungen führen, von denen du denken würdest, dass sie unmöglich nebeneinander existieren können. Aber sie tun es. Es ist nicht ungewöhnlich, zum Beispiel innerhalb eines Tages einen Platzregen, dichten Nebel, blendende Schneestürme und extreme Sonneneinstrahlung zu erleben. Wenn auch nur eine entfernte Chance auf Schnee und Eis besteht, ist Allradantrieb die sicherste Option. Und dann ist da noch das „Wo". Das ist die größere Überlegung.
Viele isländische Autovermietungen legen eine kleine Warnung auf das Armaturenbrett von Fahrzeugen, die nicht für die rauen, unwegsamen F-roads geeignet sind. Das sind die Straßen ins Hochland, die oft voller Schotter, Schlaglöcher und unüberbrückter Flüsse sind – was bedeutet, dass Allradantrieb immer erforderlich ist. Während Fahrzeuge mit Zweiradantrieb zwar die günstigere Option sind, können 4WDs dein Vertrauen stärken und dich sicherer fühlen lassen, egal in welcher Jahreszeit du Island besuchst.
Tipp Nr. 5: Wähle immer unbegrenzte Kilometerleistung!
Island ist einfach viel zu wunderschön, um sich von Kilometerleimits einschränken zu lassen. Wenn möglich, entscheide dich immer für einen Mietwagen auf Island mit unbegrenzten Kilometern. Besonders wenn du Freedom Camping machst oder eine Self Drive Tour unternimmst, wirst du froh sein, zurückfahren zu können, ohne dir Gedanken über zusätzliche Kosten für extra Kilometer zu machen!
Tipp Nr. 6: Halte Ausschau nach Tieren
Es mag leicht vorstellbar erscheinen, dass in einer wilden Landschaft wie auf Island kaum Wildtiere oder Nutztiere leben könnten – es wird dich daher vielleicht überraschen zu erfahren, dass es von beidem reichlich gibt. Auf Island gibt es einige recht strenge Gesetze, die regeln, wie du als Fahrer reagieren sollst, wenn du dich Tieren auf der Straße oder in der freien Natur näherst. Wenn du beispielsweise auf eine Schafherde triffst, bist du verpflichtet, die Geschwindigkeit zu verringern – und möglicherweise sogar vollständig anzuhalten. Das mag zunächst übertrieben wirken, aber wer an einem Tier vorbeiprescht (oder eines anfährt), muss bei Erwischung mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Bleib auf der sicheren Seite und respektiere deine Umgebung!
Tipp Nr. 7: Achte auf Blitzer
Islands Politik in Bezug auf Geschwindigkeitsüberschreitungen ist klar: Tu es nicht. Ihre Einstellung zur Überwachung von Geschwindigkeitsüberschreitungen ist genauso klar: Warum sollte man Strafverfolgungsressourcen damit verschwenden, Raser zu erwischen? Stattdessen setzt das Land praktische Kameras ein, die unauffällig am Straßenrand stehen, völlig harmlos und unscheinbar. In Wirklichkeit werden sie ausgelöst, um Autos zu erfassen, die sich mit Geschwindigkeiten nähern, die das Limit überschreiten. Das ist übrigens genau die Obergrenze. Es ist kein Vorschlag; es ist Pflicht. Und sobald sie ein Foto gemacht haben, wird automatisch ein Bußgeld verhängt. Das ist etwas, das du nicht in deinem Urlaubsbudget einplanen möchtest!
Tipp Nr. 8: Achte auf deinen Kraftstofftank, wenn du abgelegene Gebiete erkundest
Ein großer Teil des Self Drive auf Island ist das geschickte Timen deiner Tankstopps. In und um Südisland ist das kein großes Problem. Aber je weiter du nach Norden oder in abgelegenere Gegenden wie die Westfjorde fährst, desto dünner werden die Tankstellen. Das kann gefährlich sein, wenn du nicht vorausplanst. Und wenn du einen Mietwagen fährst, denk daran, dass einige Autos mit Benzin und andere mit Diesel fahren. An Tankstellen hat Diesel normalerweise eine schwarz markierte Zapfpistole. Das kann Touristen aus Ländern, wo Diesel traditionell grün gekennzeichnet ist, leicht verwirren. Lass dich an der Zapfsäule nicht verwirren!
Profi-Tipp: Beim Tanken solltest du wissen, dass die Auswahl von „Fill Tank" den gesamten Betrag abbucht, der benötigt wird, um den Tank zu füllen (anstatt einen bestimmten Vorfüllbetrag auszuwählen). Falls das der Fall ist, keine Panik – die Differenz wird nach etwa einer Woche ausgeglichen.
Tipp #9: Kenne deine Straßen
Wie bereits erwähnt, sind nicht alle Straßen auf Island asphaltiert. Die berüchtigten F-roads sind dafür bekannt, unvorsichtigen Reisenden Pannen zu bereiten, daher ist es hilfreich, im Voraus zu planen. Diese Karte der Isländischen Straßenvereinigung zeigt asphaltierte Straßen im Vergleich zu Schotterstraßen und kann dir helfen, deine Reiseroute zu planen, wenn du die schwerer zugänglichen Gebiete meiden möchtest:
Das ist besonders wichtig, wenn du dich für ein Fahrzeug mit Zweiradantrieb entscheidest, da dich eine Schotterstraße strandend zurücklassen kann. Denk voraus und bleib sicher!
Fazit
Einen Wagen auf Island mit Lotus Rentals zu mieten ist nicht nur praktisch, es ist eine der befriedigendsten Möglichkeiten, wirklich zu erleben, was diese seltsame und vielfältige Landschaft zu bieten hat. Aber die Bedingungen können schwierig werden, wenn man in diesem wunderschönen Land fährt, also lohnt es sich, gut vorbereitet zu kommen. Sich in die schiere raue Schönheit Islands zu vertiefen, ist nicht ohne seine Kompromisse — nämlich Straßenverhältnisse, die Möglichkeit plötzlicher, extremer Wetterbedingungen und zufällige Tiere, die deinen Weg blockieren. Deshalb solltest du den Ratschlägen folgen, die wir dir hier gegeben haben. Mach das Beste aus deinem Besuch auf Island, und komm immer wieder zurück!